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Schnell, schneller Korch – Teil 2

Versandleiter Sebastian Eichhorn kommissioniert SB-Ware per Scanner.

 

Ein System für alles

Die gesamte Produktion inklusive Zerlegung läuft ebenfalls über das neue ERP-System: Dazu gehören die Verwaltung der Zerlegelisten, die Ermittlung der Zerlegeausbeute durch Ist-Verwiegung, die Berechnung von Materialpreis und Herstellungskosten, die Ist- Rezepturverwiegung über alle Produktionsstufen inklusive der QS-Prüfpläne sowie die Berechnung von Nährwerten, Allergenen und Zutaten unter Einhaltung der QUID-Regelungen. In winweb-food wird auch die Verpackung auftragsbezogen und mit direktem Bezug zu den jeweiligen Verpackungslinien geplant. Chargenrückverfolgung und Fertigverpackungskontrolle runden das Spektrum ab. Alle Produktionserfassungen können schnell und flexibel ausgewertet werden. „Dabei geht es um konkrete Fragestellungen wie zum Beispiel: Wie viel Schwund gibt es bei der Verpackung, wenn eine neue Folienrolle eingelegt wird?“, erklärt Pascal Eckerscham. Zurzeit prüfen Dirk Oswald und sein Team die Realität noch ganz konkret direkt in der Produktion. Das Ergebnis fließt in die Herstellkostenberechnung ein, um damit neu und noch korrekter kalkulieren zu können.

Für viele Großkunden wurde mit dem Winweb-eigenen EDIConverter die Erfassung von Kundenbestellungen, elektronischen Liefer- und Speditionsauftragsmeldungen sowie die Rechnungsübermittlung umgesetzt – was dadurch jetzt wesentlich effizienter und weniger fehleranfällig ist. Kommissioniert wird weitestgehend per Scanner: „Auch das verringert Fehler und gewährleistet eine schnellere Kommissionierung“, so Eckerscham. Die Speditionsaufträge werden nach erfolgreicher Ladekontrolle in winweb-food über die EDIIFTMIN- Schnittstelle an die Spedition übermittelt und die erforderlichen NVE-Etiketten direkt aus dem ERP-System heraus gedruckt. Über das Management- Info-System kann per Mausklick beispielsweise der gesamte Absatz ausgewertet werden. Die Kalkulation der Verkaufspreise unter Berücksichtigung aller Konditionen und nachgelagerten Kosten wie Jahresrückvergütungen findet ebenfalls im System statt.

Wiener Würstchen werden frisch aus der Räucherei vor der weiteren Verarbeitung gescannt.

 

Papierlose Bestellungen

Darüber hinaus sind in den 21 unternehmenseigenen Filialen rund um Radeberg und von Dresden bis Zittau alle Ladensysteme angebunden. Relevante Stammdaten wie Artikelinformationen, Preise oder Aktionen werden in der Zentrale gepflegt und an die Ladensysteme der Filialen übertragen. Über zeit- und artikelgesteuerte Bestellvorlagen ordert dann jede Filiale papierlos ihre Ware in der Zentrale. Alle Bestellungen werden automatisiert übernommen und steuern die Produktionsplanung und die Kommissionierung. Nach Kassenabschluss werden aus jeder Filiale die Bon- und TSE-Daten automatisch übertragen, zur Auswertung von Absatz, Umsatz und Schwund aufbereitet und vorkontiert an die Finanzbuchhaltung übergeben.

Im Dokumentenmanagementsystem werden schließlich alle Dokumente gesammelt: sämtliche Eingangsrechnungen, die über winweb-food verbucht werden, Kostenrechnungen, Lieferanten-Zertifikate und Artikelpässe, Nachweise oder Lieferscheine. Alles wird automatisch über eine Barcode- Erkennung dem passenden Vorgang zugeordnet.

 

„Es müssen keine Sonderlocken programmiert werden, bei winweb-food habe ich alles aus einer Hand“, so Alber.

 

Kalkulation im Griff

„Jetzt haben wir die Kalkulation super im Griff“, freut sich Controller Dirk Oswald. „Wir sehen sofort, wo wir Luft haben, wo ist Druck, an welchen Stellen entstehen Produktionsverluste?“ Dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat, sagt auch Felix Alber: „Wir haben jetzt die Sicherheit, dass wir die Wirklichkeit kalkulieren. Wir können verschiedene Dimensionen analysieren, mit nur einem Mausklick eine Pivot- Tabelle erstellen, die uns die Analyse der laufenden Prozesse sehr vereinfacht. Und endlich haben wir eine hundertprozen- tige Konsistenz in der Warenwirtschaft.“ Es gebe jetzt nur noch ein einziges, updatefähiges System: „Es müssen keine Sonderlocken programmiert werden, bei winweb-food habe ich alles aus einer Hand“, so Alber.

Dennoch sei natürlich nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen, sagt der Chef. So kam es schon mal vor, dass eine Produkterweiterung zur Abbildung individueller Prozesse noch einmal angepasst werden musste. „Aber das Ganze ist ja auch hochkomplex und ein permanenter Prozess, der nie zu Ende ist“, weiß Alber.

Und Pascal Eckerscham ergänzt: „Natürlich gab es schon mal kleinere Verzögerungen auf beiden Seiten.“ Das sei aber bei einem Projekt dieser Größenordnung zu erwarten und werde im Vorfeld bei der Projektplanung berücksichtigt. „Letztendlich hat es keine größeren Probleme bei der Umstellung gegeben“, sind sich beide Seiten einig.

 

Verbrauchsanalyse steht auf der Agenda

So ist als nächstes unter anderem eine Verbrauchsanalyse der Filialen geplant und die Berechnung der Zutaten und Nährwerte über die Rezepturen. Eines seiner Herzensanliegen kann auch bald realisiert werden: „Bisher wird monatlich eine physische Inventur gemacht“, erklärt Alber. Das habe zur Folge, dass er immer erst am 10. des Folgemonats das Finanzgeschehen auf dem Tisch habe.

„Ist der Bestand erst einmal zu hundert Prozent in winwebfood abgebildet und steht die Brücke zur Finanzbuchhaltung am Monatsende, muss nur noch auf den Knopf gedrückt werden, um Gewinn und Verlust des gerade abgelaufenen Monats sofort auf dem Bildschirm zu haben.“ Eine seiner

wichtigsten Kennzahlen – Kilo pro Mannstunde – kann Alber heute schon laufend abrufen: „Das hilft uns permanent dabei, Abläufe zu optimieren, um schneller und effektiver zu werden.“

Die Radeberger Fleisch- und Wurstwaren Korch GmbH, 1991 gegründet und hervorgegangen aus einem Fleischereibetrieb in Schlesien, verarbeitet und verkauft mit circa 400 Mitarbeitern 140 Tonnen Schinken und Wurstprodukte pro Woche. Der Jahresumsatz beläuft sich auf rund 50 Millionen Euro. Die Produkte werden unter der Marke „Original Radeberger“ deutschlandweit in den SB-Regalen angeboten, aber auch an den Frischetheken im regionalen Einzelhandel und im eigenen Filialnetz verkauft. „Original Radeberger“ hat mit bis zu 90 Prozent eine hohe Markenbekanntheit in den östlichen Bundesländern.

 

www.korch.de
www.winweb.de


Bilder: Korch / Winweb

Winweb Content-Team

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